Polarität und Dualismus
Kann man ja recht leicht verwechseln. Ich auch. Vielleicht hab ich das auch noch nicht so richtig in meinem Kopf auseinandersortiert.
Polare Objekte sind solche, welche sich zusammengehörig ergänzen, wie, beispielsweise, eine positive und eine negative elektrische Ladung. Das eine ist zwar das Gegenteil des anderen, aber sie schliessen sich nicht gegenseitig aus. Die beiden Gegensätze sind "komplementär", und ergeben erst zusammen einen Sinn. Beispielsweise in einem Winkel: in um einen Winkel zu beschreiben, benötigen wir zwei (gegensätzliche) Richtungen, die in einem bestimmten winkel zueinander stehen. Die eine Richtung ohne die andere hat einfach keine Bedeutung im Sinne eines Winkels. Eine positive Ladung ohne eine negative ist Sinnfrei.
Dualismus bezeichnet "unvereinbare gegensätze": Gott und Teufel, hell und dunkel. oder so ähnlich. Sagen wir, wir halten "weiß" für die korrekte Bezeichnung eines Blattes Papier. Daraus folgt, das es nicht "schwarz" sein kann. Aber die Bezeichnungen "Schwarz" oder "weiß" sind unabhängig voneinander - weiß würde auch einen Sinn ergeben, wenn es gar kein Schwarz gäbe.
Nach der holprigen Einleitung nun zur Philosophie:
Sind Geist und Materie "polar" oder "dual"?
Die frage nach der Polarität reduziert sich auf die Frage "Existenz des einen ohne das Andere":
Sind beide notwendig, um einen Sinn zu beschreiben, so sind sie "polar".
Ergibt eines ohne das andere einen Sinn, so sind diese Eigenschaften "dual".
In der "polaren" Sicht hätte es keinen Sinn, von Materie ohne Geist zu reden(1), oder von Geist ohne Materie(2). Von Materie ohne Geist zu reden, scheint auf den ersten Blick sinnvoll, es sei denn, man ist Hardcore-Pantheist und sagt, das auch ein Stahlnagel eine Seele habe. Von Geist ohne Materie zu reden, macht nur einen Sinn, wenn wir körperlose Entitäten annehmen, wenn wir also einen Geist beschreiben können, der ohne Körperlichkeit auskommt. Also, eigentlich auch einen "erscheinungsfreien" Geist, nicht so ein Bettlakengespenst. Das Bettlakengespenst hat eine äußere Form. Da die eine Aussage als "wahr" (geistloser stein), die andere als "falsch" (körperloser geist) angenommen wird, kann man die Bezeichnung "polar" nicht unbedingt auf die Objekte "Geist und Körper" anwenden.
In der "dualen" Sicht ist es notwendig, das ich von einem ohne das andere sprechen kann.
Ich kann von "Körper" ohne "Geist" sprechen (Stahlnagel). Ich kann (eventuell, je nach Glauben) von "Geist ohne Körper" sprechen. Demnach sind Geist und Körper "dual" und nicht "polar".
Der Mensch denkt normalerweise nicht in "Polaritäten" sondern in "Dualitäten", dummerweise tut er oft so, als wären Dualitäten polar. Das ist übrigens einer der großen Denkfehler Platons. Aber Platon hat ja jede Dualität im ideal zur Polarität erhoben, wenn ich das richtig verstanden habe. Die "Differenz" zwischen zwei Objekten mutet mir bei ihm immer gleich als "absoluter Gegensatz" an.
hm mm... ok, vielleicht war das mit "Geist" und "Körper" etwas an den Haaren herbeigezogen. Wie stehts mit "das Sein und das Nichts". Ach nein. Gabs schon.
Trotzdem: Kann man sich "Sein" vorstellen, ohne das man "nicht-sein" definieren kann? Oder "nicht-Sein" ohne "Sein"? Wie ists denn so, nicht zu sein? Nicht mal das wort "ist" ist ein sinnvolles Wort in diesem Satz!
Wie fühlt sich Inexistenz an, oder auch nicht?
Wie fühlt sich Inexistenz nicht an?
Auau, mein Kopf! Ich bin in den Wirrungen der negativen Theologie gelandet! Oder des Existentalismus, je nachdem. Da hat man eine kleinen losen Faden in der Philosphie entdeckt, und landet sonstwo. Grauslig. Ich hör auf, Nachzuenken.
nein, werde ich nicht :)
P.S.: der text oben ist ziemlich hingerotzt. ich hoffe, trotzdem noch halbwegs verständlich, und nicht soo furchtbar fehlerfrei.... ähh...fehlervoll... wer weiterdenken mag: dualismus, polarität und negative theologie sind alles wikipedia-konforme begriffe. ferner nötig sind die begriffe des "komplements", der "negation" und der "symmetrie" im mathematischen sinn.
Polare Objekte sind solche, welche sich zusammengehörig ergänzen, wie, beispielsweise, eine positive und eine negative elektrische Ladung. Das eine ist zwar das Gegenteil des anderen, aber sie schliessen sich nicht gegenseitig aus. Die beiden Gegensätze sind "komplementär", und ergeben erst zusammen einen Sinn. Beispielsweise in einem Winkel: in um einen Winkel zu beschreiben, benötigen wir zwei (gegensätzliche) Richtungen, die in einem bestimmten winkel zueinander stehen. Die eine Richtung ohne die andere hat einfach keine Bedeutung im Sinne eines Winkels. Eine positive Ladung ohne eine negative ist Sinnfrei.
Dualismus bezeichnet "unvereinbare gegensätze": Gott und Teufel, hell und dunkel. oder so ähnlich. Sagen wir, wir halten "weiß" für die korrekte Bezeichnung eines Blattes Papier. Daraus folgt, das es nicht "schwarz" sein kann. Aber die Bezeichnungen "Schwarz" oder "weiß" sind unabhängig voneinander - weiß würde auch einen Sinn ergeben, wenn es gar kein Schwarz gäbe.
Nach der holprigen Einleitung nun zur Philosophie:
Sind Geist und Materie "polar" oder "dual"?
Die frage nach der Polarität reduziert sich auf die Frage "Existenz des einen ohne das Andere":
Sind beide notwendig, um einen Sinn zu beschreiben, so sind sie "polar".
Ergibt eines ohne das andere einen Sinn, so sind diese Eigenschaften "dual".
In der "polaren" Sicht hätte es keinen Sinn, von Materie ohne Geist zu reden(1), oder von Geist ohne Materie(2). Von Materie ohne Geist zu reden, scheint auf den ersten Blick sinnvoll, es sei denn, man ist Hardcore-Pantheist und sagt, das auch ein Stahlnagel eine Seele habe. Von Geist ohne Materie zu reden, macht nur einen Sinn, wenn wir körperlose Entitäten annehmen, wenn wir also einen Geist beschreiben können, der ohne Körperlichkeit auskommt. Also, eigentlich auch einen "erscheinungsfreien" Geist, nicht so ein Bettlakengespenst. Das Bettlakengespenst hat eine äußere Form. Da die eine Aussage als "wahr" (geistloser stein), die andere als "falsch" (körperloser geist) angenommen wird, kann man die Bezeichnung "polar" nicht unbedingt auf die Objekte "Geist und Körper" anwenden.
In der "dualen" Sicht ist es notwendig, das ich von einem ohne das andere sprechen kann.
Ich kann von "Körper" ohne "Geist" sprechen (Stahlnagel). Ich kann (eventuell, je nach Glauben) von "Geist ohne Körper" sprechen. Demnach sind Geist und Körper "dual" und nicht "polar".
Der Mensch denkt normalerweise nicht in "Polaritäten" sondern in "Dualitäten", dummerweise tut er oft so, als wären Dualitäten polar. Das ist übrigens einer der großen Denkfehler Platons. Aber Platon hat ja jede Dualität im ideal zur Polarität erhoben, wenn ich das richtig verstanden habe. Die "Differenz" zwischen zwei Objekten mutet mir bei ihm immer gleich als "absoluter Gegensatz" an.
hm mm... ok, vielleicht war das mit "Geist" und "Körper" etwas an den Haaren herbeigezogen. Wie stehts mit "das Sein und das Nichts". Ach nein. Gabs schon.
Trotzdem: Kann man sich "Sein" vorstellen, ohne das man "nicht-sein" definieren kann? Oder "nicht-Sein" ohne "Sein"? Wie ists denn so, nicht zu sein? Nicht mal das wort "ist" ist ein sinnvolles Wort in diesem Satz!
Wie fühlt sich Inexistenz an, oder auch nicht?
Wie fühlt sich Inexistenz nicht an?
Auau, mein Kopf! Ich bin in den Wirrungen der negativen Theologie gelandet! Oder des Existentalismus, je nachdem. Da hat man eine kleinen losen Faden in der Philosphie entdeckt, und landet sonstwo. Grauslig. Ich hör auf, Nachzuenken.
nein, werde ich nicht :)
P.S.: der text oben ist ziemlich hingerotzt. ich hoffe, trotzdem noch halbwegs verständlich, und nicht soo furchtbar fehlerfrei.... ähh...fehlervoll... wer weiterdenken mag: dualismus, polarität und negative theologie sind alles wikipedia-konforme begriffe. ferner nötig sind die begriffe des "komplements", der "negation" und der "symmetrie" im mathematischen sinn.
Wirr-Licht - 18. Feb, 10:34


seit ich vorgestern darüber stolperte,
hält es meine gedanken anregend auf trab.
platon erhob die dualität nicht einfach so zur polarität,
sondern erkannte die notwendigkeit einer dritten kraft,
mittels derer aus der dualität polarität wird.
ohne eine solche ist es müßig,
separiert über dualität und polarität zu sinnieren -
mit ihr ergibt beides am jeweiligen denkplatz sinn.
dein blog spricht mich sehr an. :o))
herzlichen gruß
sun-ray