Sein oder nicht- Sein, Hamlet, Logik und Sartre und die Kabbalah
Ich versuche gerade, Sartre zu verstehen, aber entweder ich bin blöd, oder Sartre.
Nun - da ich nicht im Descarte´schen Solipsismus gefangen bin, und Sartre im allgemeinen als schlau gilt, nehme ich an, ich bins, dem es an Verständnis mangelt. Falls also jemand gerade Sartre liest, mag er mich korrigieren:
Meiner Meinung nach ists so, das es zu jedem "Sein", sagen wir, das Sein von Hamlet, Prinz von Dänemark, eine ganze menge Zeug gibt, auf das nicht die Beschreibung genau Hamlet, Prinz von Dänemark zutrifft. Das nennen wir dann "nicht Hamlet, Prinz von Dänemark", also, die Nichtung Hamlets. Soweit, so gut. Sartre scheint mir da anderer Meinung zu sein, für ihn ist das "Nicht(s)" ein Phänomen, welches unabhängig vom Sein existiert. Also nicht das Komplement des "Seins", sondern.... ja, was eigentlich dann?
Mal ein Beispiel: Sartre erzählt eine Geschichte, in der der erwartete "Pierre" nicht in einem Cafe auftaucht. Also ist doch, denke ich, der nicht-Pierre auf Pierre bezogen, ein komplementärer Pierre. So wie Hamlet, wenn er tot ist, ja kein "Prinz Hamlet" mehr ist. Somit ist "Tot" hier die Eigenschaft, von der "Lebendig" das Komplement ist. Eine Negation einer Eigenschaft, so wie "kein Pierre" die Negation eines "anwesenden Pierre" ist.
Jedenfalls finde ich, das das so ist. Sartre versucht aber auf Teufel komm raus, das "Nicht" zu einem Phänomen zu machen, und dem "Nicht" somit - sozusagen durch die Hintertür - ein erkennbares Sein zuzuschreiben. Und damit dem "NIcht" etwas unterzuschieben, was über den Begriff der "Negation" in der Logik und Mengenlehre hinausgeht.
Ist sartre nun Kabbalist? Würde mich nicht wundern, auch in der Kabbalah gibt es, scheint mir, ein vom "Sein" - also den Emmanationen (Kether bis Malkuth) - unabhängiges "Nicht", das "Ain". das "Ain" ist nicht die Negation einer Eigenschaft (dafür sind die Klippoth zuständig) , sondern das, was die Existenz bedingt - wenn es "etwas" gibt, muss es auch das "ohne etwas" geben. Existiert Prinz Hamlet, ist auch die "abwesenheit" des Prinzen möglich.
Auch die Kabbalah sieht wie Sartre das "ohne etwas", also, "nicht lebendiger Hamlet" als ziemlich grenzenlos an. Ist ja irgendwie klar, denn es gibt ziemlich viel, was nicht der "lebendige Hamlet" ist. So ziemlich alles außer der dem lebendigen Hamlet, beispielsweise . Hamlet entzieht sich nun der existentiellen Frage "Leben oder Tod", in dem er einen Schrödinger-esquen Zwischenzustand, den des Wahnsinns, einnimmt, er also gewissermaßen das "Nicht" überlistet.
(clever eigentlich, wo doch auch die nobelpreise in dänemark verliehen werden)
Was ist nun der irre Däne? Nun, zumindest kein Prinz mehr, und hier findet die Nichtung statt. Nicht-Prinz eben.

Ophelia nahm da die Nichtung anders vor - sie entzieht sich einfach der Existenz. Naja, eigentlich wird sie erst wahnsinnig, und entzieht sich dann - eine tote Schrödinger-Katze, sozusagen.
Ach ja - was ist eigentlich aus den ganzen Katzen geworden? Ein Quantenzustand ist ja weder existent noch sein Gegenteil, solange Nicht als Phänomen vorhanden. Was wohl Sartre dazu sagen würde?
naja, es gibt immer noch mehr zwischen himmel und erde....

Nun - da ich nicht im Descarte´schen Solipsismus gefangen bin, und Sartre im allgemeinen als schlau gilt, nehme ich an, ich bins, dem es an Verständnis mangelt. Falls also jemand gerade Sartre liest, mag er mich korrigieren:
Meiner Meinung nach ists so, das es zu jedem "Sein", sagen wir, das Sein von Hamlet, Prinz von Dänemark, eine ganze menge Zeug gibt, auf das nicht die Beschreibung genau Hamlet, Prinz von Dänemark zutrifft. Das nennen wir dann "nicht Hamlet, Prinz von Dänemark", also, die Nichtung Hamlets. Soweit, so gut. Sartre scheint mir da anderer Meinung zu sein, für ihn ist das "Nicht(s)" ein Phänomen, welches unabhängig vom Sein existiert. Also nicht das Komplement des "Seins", sondern.... ja, was eigentlich dann?
Mal ein Beispiel: Sartre erzählt eine Geschichte, in der der erwartete "Pierre" nicht in einem Cafe auftaucht. Also ist doch, denke ich, der nicht-Pierre auf Pierre bezogen, ein komplementärer Pierre. So wie Hamlet, wenn er tot ist, ja kein "Prinz Hamlet" mehr ist. Somit ist "Tot" hier die Eigenschaft, von der "Lebendig" das Komplement ist. Eine Negation einer Eigenschaft, so wie "kein Pierre" die Negation eines "anwesenden Pierre" ist.
Jedenfalls finde ich, das das so ist. Sartre versucht aber auf Teufel komm raus, das "Nicht" zu einem Phänomen zu machen, und dem "Nicht" somit - sozusagen durch die Hintertür - ein erkennbares Sein zuzuschreiben. Und damit dem "NIcht" etwas unterzuschieben, was über den Begriff der "Negation" in der Logik und Mengenlehre hinausgeht.
Ist sartre nun Kabbalist? Würde mich nicht wundern, auch in der Kabbalah gibt es, scheint mir, ein vom "Sein" - also den Emmanationen (Kether bis Malkuth) - unabhängiges "Nicht", das "Ain". das "Ain" ist nicht die Negation einer Eigenschaft (dafür sind die Klippoth zuständig) , sondern das, was die Existenz bedingt - wenn es "etwas" gibt, muss es auch das "ohne etwas" geben. Existiert Prinz Hamlet, ist auch die "abwesenheit" des Prinzen möglich.
Auch die Kabbalah sieht wie Sartre das "ohne etwas", also, "nicht lebendiger Hamlet" als ziemlich grenzenlos an. Ist ja irgendwie klar, denn es gibt ziemlich viel, was nicht der "lebendige Hamlet" ist. So ziemlich alles außer der dem lebendigen Hamlet, beispielsweise . Hamlet entzieht sich nun der existentiellen Frage "Leben oder Tod", in dem er einen Schrödinger-esquen Zwischenzustand, den des Wahnsinns, einnimmt, er also gewissermaßen das "Nicht" überlistet.
(clever eigentlich, wo doch auch die nobelpreise in dänemark verliehen werden)
Was ist nun der irre Däne? Nun, zumindest kein Prinz mehr, und hier findet die Nichtung statt. Nicht-Prinz eben.

Ophelia nahm da die Nichtung anders vor - sie entzieht sich einfach der Existenz. Naja, eigentlich wird sie erst wahnsinnig, und entzieht sich dann - eine tote Schrödinger-Katze, sozusagen.
Ach ja - was ist eigentlich aus den ganzen Katzen geworden? Ein Quantenzustand ist ja weder existent noch sein Gegenteil, solange Nicht als Phänomen vorhanden. Was wohl Sartre dazu sagen würde?
naja, es gibt immer noch mehr zwischen himmel und erde....

Wirr-Licht - 25. Jun, 10:32

