Mittwoch, 18. November 2009

phantasielosigkeit

treibt mich dazu:

"Ja, wo die Fahrtenmesser blitzen und die Hitlerjungen flitzen / und die Edelweißpiraten hintendrein / was kann das Leben uns denn schon geben, wir wollen frei von Hitler sein", hieß es in einem Piratenlied.


nur um mal ein thema von blazer und senf weiterzuführen. beziehungsweise, um nachdenken anzukicken.


ist ein taschenmesser eine waffe?
was sind schon 11 cm?
welchen grund kann man für waffenbesitz haben?

zählt "ich bin ein wicca und meine athame muss soundso lang sein"?

persönlich bin ich gegen eigentlich jeden waffenbesitz.
aber wo es albern wird, wird albern.
pfadfinder ohne taschenmesser... ts ts ts...

wie siehts eigentlich aus, darf man als kind noch ein holzschwert oder einen flitzebogen tragen?

Montag, 9. November 2009

der elektrische kuss

In der französischen Hauptstadt kam damals eine merkwürdige Freizeitaktivität in Mode: Die Dame des Hauses berührte eine kurbelbetriebene Maschine, durch die sie elektrisch aufgeladen wurde. Führte ein Gast daraufhin galant zur Begrüßung seine Lippen an ihre Hand, erhielt er einen starken "elektrischen Kuss", der die gesamte Gesellschaft in Erstaunen versetzte. Das nennt man dann wohl gelungene Wissenschaftskommunikation.

von wissenschaft-online

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By wirrlicht at 2009-11-09

die "kurbelbetriebene maschine" heisst van-de-graaf generator:

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und ich finde das eine passige unterhaltung. man kann einen VdG auch selbst bauen, (coladose, motörchen..... ein gummiband, das nicht schwarz sein sollte) und das mach ich auch mal. und dann blitz-dings ich euch.

nein, mach ich nicht, leute, die VdG´s bauen, haben sowas von Frankensteins, und ich habe gerade keinen igor zur hand ;)

Freitag, 6. November 2009

sebastiano ricci

so, mal wieder was ganz anderes. da MM gerade einen Piratenroman schreibt, hab ich mal geguckt, was die welt damals so gemalt hat. die meisten barockbider sind ja eher bieder und langweilig, aber nach einigem gucken kommt man bspw auf sebastiano ricci. ricci ist, denke ich, einer der besten des barock, ob nun die "blaue stiege" im schloss schönbrunn oder seine altargemälde...

ähhh...

ok, spätestens jetzt denkt der geneigte leser meines blogs, "da schreibt doch ein anderer". ok. ja ja. altarbilder ;)

im barock - genau wie früher und später - war es üblich, erotika zu "verkleiden", soll heissen, um das niveau zu erhöhen (und damit der zensur zu entgehen) hat man sie entweder in einen biblischen kontext gebracht, oder in einen mythologischen. caraccis "modi" sind dafür beispiele, genau wie es unzählige badende bethsebas und schlummernde nymphen gibt. ricci macht da keine ausnahme.

eine ausnahme allerdings ist die handhaltung des erwachsenen satyrn auf folgendem bild:


nymph&satyr

und ich wette, in der konzeptzeichnung war da kein "freifliegendes schambedeckungstüchlein" ;)

(original zu finden auf den wikipedia-commons)

Mittwoch, 28. Oktober 2009

hach ja.....

modernen, friedlichen Wicca-Kult - im Grunde eine leicht durchgeknallte FKK-Bewegung - scheint an diesem Vormittag

faznet

aber in wirklichkeit gibts das nicht (mehr), den "nackt-im-wald"-okkultismus. auch die ganzen sexgurus sind inwischen seriöse sexualtherapeuten oder desorientierte swinger, scheint mir.

im übrigen: nichtklicken

Donnerstag, 22. Oktober 2009

auster in lila

man denke, was man mag.
ich habs gefunden beim surfen auf zeitonline

Mittwoch, 21. Oktober 2009

pons! que tu eusses pensé?

ok, war beschiss, ich kann kein plusquamperfekt auf französisch mehr. aber war pons nicht mal der verlag für französischschulwörterbücher?

ich hab MM gelesen und weiterverfolgt. katastrophal.

ok, mich hätte man als kind auch mit technik und hexerei geködert (als erwachsener auch - ich kann definitiv besser bohren als nähen) aber macht sowas, insbesondere in der mathematik, sinn?

ich red´ mal von meinen erfahrungen als "privatlehrer":

die meisten schüler, die ich habe, sind so richtige "mädels" bzw. "jungs". die mädchen fangen mit 9 jahren an sich zu schminken oder zu reiten, während die jungs mit wahlweise an ihre playstation gefesselt oder mit ihrem mountainbike verwachsen sind (und das in der innenstadt. nuja.)

die jungs finden mathe genauso scheisse wie mädchen.

weder jungs noch mädchen verstehen textaufgaben besonders gut, in den meisten fällen, weil sie sich texte nicht gegenständlich oder gar abstrakt vorstellen können. das merkt man besonders schön in der 7. und 8. klasse, wenn es um proportionale / antiproportionale zuordnungen geht.
isch erklärs mal,

proportionale zuordnung:

mädchenvariante:

4 pferde fressen 8 ballen heu pro woche.
wie viel fressen 3 pferde in 2 wochen?

jungsvariante:

4 züge transportieren in einer woche 8 tonnen kohle.
wieviele tonnen transportieren 3 züge in 2 wochen?

antiproportionale zuordnung:

mädchen:

vier perde fressen 12 heuballen im monat.
wie lange reichen die heuballen für 6 pferde?

jungs

vier laster transportieren 120 tonnen steine im monat.
wie lange lange brauchen 6 laster?

didaktischer unterschied? andere anforderung an das vorstellungs- bzw. abstraktionsvermögen? sind laster spannender oder jungs-artiger als pferde?

quatsch. mathe ist scheisse, ob man nun mit pferden oder lastern rechnen muss. was einen unterschied macht, ist allein der interessenfocus, die vorbildung des schulkindes. insofern hat PONS recht: motivation und konzentration sind bei geschlechtstypischer interessenlage besser.

mathematik ist aber "abstrakt", also, unabhängig von den objekten, die zu berechnen sind, wir machen ja keine physik. demnach muss dem schüler/der schülerin klar werden, das die methode DIESELBE ist, ob es nun pferde oder laster oder raumschiffe oder zauberer sind, denn das kind sollte sich (mit der zeit) dahin entwickeln, das es quantität und operation unanghängig vom konkreten objekt des denkens versteht.

anm.:

deshalb ist mathematik ja auch stinklangweilig:
es geht eben nicht um interessensobjekte, sondern um denken an-sich. unabhängig von schwertern und parfum, männchen oder weibchen

es wäre katastrophal, wenn mathematikunterricht dazu führt, das sich sich ein kind zwar 5 pferde, aber nicht 5 laster vorstellen kann.

das ist übrigens ein "dyskalkulie"-symptom, das quantitäten nicht ohne objekt begreifbar sind. "5" ohne den zusatz "äpfel" ergibt für ein dyskalkulie-kind wenig sinn. und genau da sollte die mathematik hinführen, zu einem abstraktionsvermögen.

nicht dazu, das mädchen zwar mit pferden rechnen können, aber nicht mit raumstationen. ARRRRRGGLLL!

somit macht PONS es sich zu einfach: selbstverständlich folgen kinder bereitwilliger den eingeübten rollen und interessen (lehrererfahrung: mädchen rechnen einfach lieber mit pferden, jungs mit piraten). ein junge wird bereitwilliger mit fussballspielern rechnen als mit ballerinas.

aber das ist NICHT der sinn von mathematikunterricht, diese präferenzen zu zementieren, sondern denken jenseits des konkreten, dinglichen zu ermöglichen. ihnen klarzumachen, das die aufgabe unabhängig davon ist, ob prinzessinnen oder jediritter sie lösen.

der lehrer, der solche aufgaben verwendet, macht es sich einfach: im besten (falschverstandenem) montessori-stil lässt er das kind machen, was es will, und kinder wollen meist, was ihnen leicht fällt, oder sie inspiriert, oder sie schon kennen/können. umso schwerer wird es dem kind fallen, wenn es sich auf - scheinbar - unbekanntem terrain beweisen muss. wenn ein kind, welches nur mit rittern und piraten gerechnet hat, nicht versteht, das die aufgabe dieselbe ist, sobald auf einmal ballerinas auftauchen, hat mathematik als solche ihr ziel verfehlt. sein ziel erreicht hat mathematikunterricht (wie auch z.B. philosophie), wenn er dazu führt, das sich menschen erkennen, das die lösung eines (mathematischen)problems, die methode, unabhängig vom dinglichen problem ist. das es eine allgemeine methode ist.

und andersherum. das man eine solche "un-konkrete" methode manchmal nicht auf konkrete entscheidungsprobleme anwenden kann, weil sie z.B. nicht quantifizierbar sind. wie..... hmmm... mädchenfreundschaften? ritterehre? aber das führt zu weit.

ich plädiere für einen gleichmäßigen aufgabenmix.

(12 ballen heu, 12 tonnen kohle , 20 tage, 20 tage)

ach ja:

3 sänger singen ein lied in 5 minuten. wie lange brauchen 5 sänger?

Donnerstag, 8. Oktober 2009

enigmail

https://addons.mozilla.org/de/thunderbird/addon/71

nur so als hinweis. ja, oh, ich weiss, das das bei mir nicht notwendig ist, und das (denke ich) kaum jemand einen entschlüsseler für verschlüsselte nachrichten hat, womit das problem ist, das halt keiner meine verschlüsselten nachrichten lesen kann.

aber trotzdem. ich bin mir schon länger am überlegen, ob ich nicht einfach meine mails codiere, nur um sicher zu gehen, das sie keiner liest.

ich will ja auch nicht, das der postbote meine briefe liest. auch wenn ich "nix zu verbergen habe".

---und, öhhh----

gnuPG installieren? schlüssel generieren?

da muss ich erst mal ein wenig lesen, wie das funktioniert, bevor ich sowas mache....

Montag, 28. September 2009

Unverständnis

wie kann man nur (neo)liberale positionen stärken, wo eben diese wirtschaftsordnung gerade so ein chaos verursacht hat?

naja.

ist das so eine art "mehr desselben"-fehler? so ähnlich wie in watzlawicks "anleitung zum unglücklichsein?"

beispiel:

hmmm... habe einen beinbruch, und nehme grippemittel dagegen. das hilft nicht. dann nehme ich halt mehr grippemittel.

ich mein, es gab nun doch schon ein paar wirtschaftskrisen, und von marx bis keynes, ob man nun moderne spieltheoretische ansätze oder die "club of rome"- "grenzen des wachstums" liest, ob man nun chaostheoretische räuber-beute-modelle (lottka-volterra) annimmt....

ganz egal. die minimale aussage ist das solche austauschsysteme periodisch zusammenbrechen müssen. in den USA haben zum beispiel nach einem lottka-volterra-ansatz die raubtiere (banken) ihre beutetiere (die überschuldeten hausbesitzer) ausgebeutet, so das ihnen das futter wegbricht. ist nur ein wenig mathematik, eine ganz simple differentialgleichung. ok, nicht sooo simpel, aber irgendjemand von denen kann doch mal ein buch lesen!

ich erklärs mal "for dummies":

es wird ein sehr simples ökosystem angenommen:

eine räuberspezies, die sich von ihrer beute ernährt.
eine beutespezies, die sich vermehrt.

nun ist es offensichtlich, das der räuber weniger wird, wenn es weniger beute gibt, und mehr, wenn mehr.

gibt es zuviele räuber, wird die beute weniger, und vermehrt sich schlechter.

----[das ist bspw. der grund dafür, das raubtiere im wald dezimiert
----[werden müssen, weil sonst ja die hasen/vögel/wasweisich
----[aussterben. und das man rehe nachfüttert, damit auch im ----[nächsten jahr welche das sind

wenn die beute zu wenig wird, sterben die räuber

und was macht unsere wirtschaftspolitik? anstatt die beute zu füttern (ja ja, ich bezeichne ottonormalarschloch als "beute" der banken und konzerne, in meiner beschreibung "räuber". das ist nicht mal bös gemeint, ich sehe nur, wohin die ressourcen fließen) und die räuber zu dezimieren, füttert sie die räuber.

ja verdammte scheisse, jeder jäger rafft, das das so nicht geht!
es lässt sich mathematisch beweisen! es lässt sich sogar zeigen, wie man solche zyklen unterbindet (antizyklische wirschaftspolitik, für wirtschaftswissenschaftler, asymptotische stabillität für mathematiker).

wenn man also ein solches system "dämpft" (beute füttern, räuber jagen) wird es stabiler und es ist schwieriger, dieses system so zu stören, das es zusammenbricht.

(postscrpitum: es gibt tatsächlich einen spieltheoretischen ansatz, der den räuber-beute-ansatz zum teil umgeht. wer herausfindet, warum ich ihn nicht beschreibe, darf einen konzern beraten. oder freiheitskämpfer werden. aber immer noch nicht FDP-wähler.)

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Meine Kommentare

aber müssen Kinder...
kinder "müssen" garnicht spielen. sie können...
WirrLicht - 19. Nov, 08:18
guck mal beim sven
http://www.svenscholz.de/i ndex.php/links-for-2009-11 -17/ Mit...
MartinM - 18. Nov, 10:22
das mit dem taschenmesser...
das mit dem taschenmesser finde ich maßlos übertrieben....
MartinM - 18. Nov, 09:03
natülich spitz,...
natülich spitz, nich eckig. ....ich bin manchmal...
weidenfrau - 6. Nov, 13:30
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weidenfrau - 6. Nov, 12:23

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